Die Sagengestalt hier an der Eder und dem Schloss Waldeck ist der Wichtelkönig "Eck".

Nach den überlieferten Sagen lebt der Eck mit seinem Zwergenvolk in den Felsen unter der alten Burg, bei deren Bau er mit seinem Volk kräftig mitgearbeitet haben soll. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zu einem Schloss umgebaut. Überträgt man die alte Sage vom Bau der Burg in die Zeit des Umbaus zum Schloss, so war sicherlich der Eck mit seinem Zwergenvolk auch an diesem Umbau beteiligt, bei dem ein Teil der alten Burg abgerissen und ein kleiner Schlossgarten angelegt wurde.

Das Zeichen der Königswürde des Ecks ist der Goldhammer, der aus reinem Edergold hergestellt wurde. Weiterhin berichten die Sagen um Eck, das er eine "Nebelkappe" (Tarnkappe) besaß, mit der er sich unsichtbar machen konnte. Das Zwergenvolk bzw. die Wichtel nennt man hier in der Gegend - von Anraff bis ins westfälische hinein - auch Hollen.

Der Name von Eck leitet sich höchstwahrscheinlich von "Wald eck" ab.

Bei der Übersetzung des Namen von Eck in 2010 ist ein Fehler unterlaufen (siehe unten). Man deutete die Form des "E" in der alten Schriftart, in denen die Sagen überliefert wurden, als "Er". So ist der leider falsche Name "Erck" für unsere Sagengestalt entstanden. Dies findet der Eck bestimmt nicht schön und hoffentlich vertreiben wir ihn damit nicht aus unserer schönen Gegend.

Ich bin mir "ganz sicher", dass der Eck auch bei dem Bau des Schwarzwaldhauses mitgeholfen hat. Allerdings habe ich ihn noch nicht getroffen, um mir dies bestätigen zu lassen. Sollten Sie ihn sehen, so fragen Sie ihn doch bitte danach.

Anmerkung

Originaltextauszug von 1924 (Verfasser: A. Opper)

Manchmal kann man die Wichtel doch sehen

Wenn Sie mehr über die Märchengestalt "Eck" wissen möchten, schauen Sie auf der Internetseite www.wichtelkönig-eck.de